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Ziele und Maßnahmen

Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, die biologische Vielfalt in Deutschland zu erhöhen, indem Maßnahmen für eine länderübergreifende Stärkung und Vernetzung der Ziel- und Leitart Gelbbauchunke umgesetzt werden. Untenstehend sind die wichtigsten Einzelziele und Einzelmaßnahmen aufgelistet, die zur Erreichung dieses Gesamtziels beitragen.

 

Die wichtigsten Projektziele und Projektmaßnahmen:

  • Stärkung bestehender Gelbbauchunken-Populationen in Sekundärlebensräumen durch die Schaffung von Rohbodenflächen sowie die Anlage von Kleinstgewässern und Tümpelfeldern
  • Renaturierung von Primärlebensräumen wie Fluss- und Bachauen, um die Gelbbauchunke zukünftig unabhängiger von Naturschutzmaßnahmen zu machen
  • Stellenweise Installierung von extensiver Beweidung zur Offenhaltung und Pflege der Lebensräume
  • Integration von Naturschutzzielen bereits während der Abbauphase durch die Einbindung der Abbaubetreiber in das Projekt
  • Sicherung der Abbauten durch Renaturierung anstelle von konkurrierenden Nutzung-en als Hotspots der biologischen Vielfalt
  • Natürliche Ausbreitung der Art und Vernetzung ihrer Lebensräume durch die Anlage von Trittsteinbiotopen als Wanderkorridore, entlang von Bächen und in Wäldern auch über Bundeslandgrenzen hinweg
  • Vereinzelt aktive Wiederansiedlung gemäß IUCN Kriterien, um stark isolierte Populationen wieder zu verbinden
  • Genanalysen der Vorkommen bezüglich genetischer Heterogenität, Verwandtschaft und Autochthonie als Grundlage für Vernetzungen und Wiederansiedlungen
  • Maßnahmenevaluation als begleitende wissenschaftliche Untersuchung zur Erfolgs-kontrolle
  • Vermittlung von Know-how für die Anlage und Pflege von Lebensräumen
  • Einrichtung eines Fonds sowie Erstellung von Arbeitsplänen zur langfristigen Sicherung und Pflege der Lebensräume

 


 

Das Projekt 'Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland' wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

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