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REGIONEN

Projektregion Oberrhein

Die Projektregion „Oberrhein" beinhaltet insgesamt 42 Projektgebiete. Diese sind innerhalb Baden-Württembergs relativ gleichmäßig entlang des Rheins von Nordbaden bis zur Schweizer Landesgrenze verteilt. Auf diese Weise wird eine durchgängige Kette von Gelbbauchunken-Habitaten innerhalb der Oberrheinebene geschaffen. Die Projektgebiete liegen überwiegend im Flachland in der ehemaligen Überschwemmungszone des Rheins und in stillgelegten sowie aktiven Abbau-Gebieten. Die meisten Projektgebiete haben eine Größe zwischen zwei und fünf Hektar, nur einige wenige sind 10, 20 oder sogar 50 Hektar groß.

Abb. 1: Übersichtskarte zu der Projektregion „Kreis Berstraße" mit zwei Projektgebieten in Hessen.

Projektregion Kreis Bergstraße

Die Projektregion „Kreis Bergstraße" beinhaltet das Hessische Ried und Teile des Odenwaldes. In dieser Projektregion befinden sich zwei verschiedene Naturräume. Das Mittelgebirge Odenwald und die Rheinaue, welche durch Barrieren wie Bebauung entlang der Bergstraße und durch die Autobahn A5 voneinander abgetrennt sind.
 

Abb. 1: Übersichtskarte zu der Projektregion „Odenwaldkreis" mit einem Projektgebiet in Hessen.

Projektregion Odenwaldkreis

Die Projektregion „Odenwaldkreis" liegt inmitten des hessischen Odenwaldes (Abb. 1). Es existiert derzeit nur ein bekanntes Vorkommen von Gelbbauchunken im gesamten Kreisgebiet.

Hieraus ergibt sich die Dringlichkeit diese Amphibienart zu schützen und diesem Vorkommen zu helfen.

Ohne intensive Maßnahmen und eine Stärkung der Population wird diese Art im Odenwaldkreis aussterben.
 

Übersichtskarte zu der Projektregion "Lahn/ohm" mit fünf Projektgebieten in Hessen

Projektregion Lahn/Ohm

Die Projektregion „Lahn/Ohm" ist landkreisübergreifend und deckt Teile des Landkreises Marburg-Biedenkopf und Teile des Vogelsbergkreises ab (Abb. 1).

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf hat sich die Bestandssituation der Gelbbauchunken-Vorkommen drastisch verschlechtert. Lediglich ein Vorkommen ist derzeit noch bekannt. Vor etwa 20 Jahren existierten noch fünf Vorkommen. Im Vogelsbergkreis waren vor wenigen Jahren noch fünf Vorkommen von Gelbbauchunken bekannt, in den letzten Jahren konnten jedoch nur zwei dieser Vorkommen bestätigt werden.

Der Erhaltungszustand dieser beiden Vorkommen ist schlecht, daher ist es nötig, hier intensiv tätig zu werden und dieser Amphibienart zu helfen.

Projektregion Nördliches Rheinland

Die Projektregion „Nördliches Rheinland" umfasst Gebiete in Rheinland-Pfalz im Kreis Neuwied, sowie in Nordrhein-Westfalen im Großraum Bonn, im Rhein-Erft-Kreis und im Kreis Düren (Abb. 1).

Die Projektgebiete in Rheinland-Pfalz befinden sich primär in ehemaligen Basaltsteinbrüchen. In diesen Gebieten sollen künftige Schutzmaßnahmen, die teils noch vorhandenen Gelbbauchunken-Vorkommen stärken und stützen. Weitere Projektgebiete befinden sich in den Bachtälern in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Steinbrüche. Neben der Stärkung und Vernetzung der Gelbbauchunken-Populationen ist weiterhin eine Wiederansiedlung in Gebieten geplant, die günstige Habitateigenschaften aufweisen.

Bei den Gebieten in Nordrhein-Westfalen handelt es sich um zwei Relikt-Populationen der Gelbbauchunke sowie um Standorte, die günstige Habitateigenschaften für die Gelbbauchunke aufweisen und an denen eine Ansiedlung bzw. Wiederansiedlung von Gelbbauchunken geplant ist.

Projektregion Voreifel

Die Projektregion Voreifel liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst mit dem Aachener Hügelland und der Vennfußfläche das nordwestlichste Verbreitungsgebiet der Gelbbauchunke. Die Gelbbauchunke findet hier Sekundärhabitate in Kalksteinbrüchen und auf Truppenübungsplätzen. Als Primärhabitat kommen naturnahe Bachtäler in Frage.

Projektregion Bergisches Land

Das „Bergische Land" ist als Teil des Rheinischen Schiefergebirges eine typische Mittelgebirgslandschaft. Es ist geprägt von zahlreichen Bächen und Flüssen mit entsprechenden Auenbereichen und stellenweise hohem Waldanteil. Ursprünglich lagen somit beste Bedingungen für die Gelbbauchunke vor. Historische Quellen belegen, dass die Art bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts überall im Bergischen Land häufig war. Heute sind nur noch zwei Vorkommen in Bergisch Gladbach und Overath übrig (Abb. 1). Der Rückgang des Bestandes ist hauptsächlich auf den Verlust von geeigneten Lebensräumen zurückzuführen. Das BPBV-Projekt soll nun dazu beitragen, dass die Unken bald wieder Teile ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes besiedeln können.

Projektregion Nördliches Weserbergland

Naturräumlich befindet sich die Projektregion „Nördliches Weserbergland" im Niedersächsischen Bergland, auch Weser- oder Weser-Leine-Bergland genannt. Das Weserbergland ist weitläufig und erstreckt sich über das südliche Niedersachsen, das nordöstliche Nordrhein-Westfalen und das nördliche Hessen. Mit Erhebungen von bis zu 530 m ü. NN gehört das Weserbergland zur Mittelgebirgsregion und ist Teil der deutschen Mittelgebirgsschwelle. Die Projektregion befindet sich an den nördlichen Ausläufern des Weserberglandes mit Höhen bis ca. 440 m ü. NN.

 


 

Das Projekt 'Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland' wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

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