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Projektregion Nördliches Rheinland

Die Projektregion „Nördliches Rheinland" umfasst Gebiete in Rheinland-Pfalz im Kreis Neuwied, sowie in Nordrhein-Westfalen im Großraum Bonn, im Rhein-Erft-Kreis und im Kreis Düren (Abb. 1).

Die Projektgebiete in Rheinland-Pfalz befinden sich primär in ehemaligen Basaltsteinbrüchen. In diesen Gebieten sollen künftige Schutzmaßnahmen, die teils noch vorhandenen Gelbbauchunken-Vorkommen stärken und stützen. Weitere Projektgebiete befinden sich in den Bachtälern in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Steinbrüche. Neben der Stärkung und Vernetzung der Gelbbauchunken-Populationen ist weiterhin eine Wiederansiedlung in Gebieten geplant, die günstige Habitateigenschaften aufweisen.

Bei den Gebieten in Nordrhein-Westfalen handelt es sich um zwei Relikt-Populationen der Gelbbauchunke sowie um Standorte, die günstige Habitateigenschaften für die Gelbbauchunke aufweisen und an denen eine Ansiedlung bzw. Wiederansiedlung von Gelbbauchunken geplant ist.

 Abb. 1: Übersichtskarte zu der Projektregion „Nördliches Rheinland“ mit 11 Projektgebieten in Rheinland-Pfalz (rot) und 5 Projektgebieten in Nordrhein-Westfalen (gelb).
Abb. 1: Übersichtskarte zu der Projektregion „Nördliches Rheinland" mit 11 Projektgebieten in Rheinland-Pfalz (rot) und 5 Projektgebieten in Nordrhein-Westfalen (gelb).

Projektgebiete in Nordrhein-Westfalen

Die Biologische Station Bonn / Rhein-Erft plant Schutzmaßnahmen für die Gelbbauchunke in den folgenden fünf Projektgebieten:

  • Ennert bei Bonn
  • Tongrube Witterschlick bei Alfter
  • Quarzsandgrube Brenig bei Bornheim (Abb. 2)
  • Lörsfelder Busch bei Kerpen
  • Meroder Wald bei Düren

Projektgebiet Quarzsandgrube Brenig
Abb. 2: Projektgebiet Quarzsandgrube Brenig.

Regionale Projektziele und Maßnahmen (Nordrhein-Westfalen)

  • Ad-hoc Pflegemaßnahmen zur Stärkung bestehender Populationen im „Ennert" bei Bonn und im Gebiet „Lörsfelder Busch" bei Kerpen.
  • Förderung von Ausbreitungsbewegungen bestehender Populationen durch die Anlage von Trittsteinen und Vernetzungshabitaten.
  • Wiederansiedlung/Ansiedlung von Gelbbauchunken im „Meroder Wald", in der „Tongrube Witterschlick" sowie in der „Quarzsandgrube Brenig".

Zu den Maßnahmen zählt die Pflege und Erneuerung von Kleingewässern, Entfernung von Bewuchs und Gehölzen, Schaffung von Rohbodenflächen und die Neuanlage von Gewässern. Die Maßnahmen werden in Kooperation mit SIBELCO Deutschland GmbH und der Biologischen Station Rhein-Sieg für die Tongrube Witterschlick, dem BUND Rhein-Sieg für die Quarzsandgrube Brenig, Straßen. NRW für den Lörsfelder Busch und der Biologischen Station im Kreis Düren für den Meroder Wald durchgeführt.

Projektgebiet Lörsfelder Busch
Abb. 3: Projektgebiet Lörsfelder Busch.

Maßnahmenumsetzung im Lörsfelder Busch
Abb. 4: Maßnahmenumsetzung im Lörsfelder Busch.

Projektgebiete in Rheinland-Pfalz

Der NABU Rheinland-Pfalz plant Schutzmaßnahmen für die Gelbbauchunke in den folgenden elf Projektgebieten:

  • Wallbachtal nahe Rossbach
  • Pfaffenbachtal nahe Asbach
  • Kiesgrube Ockenfels (Abb. 5)
  • Hummelsberg nahe Hargarten
  • Asberg nahe Kalenborn
  • Meerberg nahe Kalenborn
  • Minderberg nahe Kalenborn
  • Grube Finchen
  • 3 weitere Projektgebiete werden noch festgelegt

Gelbbaucgunken-Kleinstgewässer in der Grube Ockenfels
Abb. 5: Gelbbauchunken-Kleinstgewässer in der Grube Ockenfels.

Regionale Projektziele und Maßnahmen (Rheinland-Pfalz)

  • Pflegemaßnahmen (Kleingewässeranlage, Rohbodenschaffung, Entbuschung) zur Stärkung bestehender Populationen u.a. am „Asberg", nahe Kalenborn, in der „Kiesgrube Ockenfels" und im „Pfaffenbachtal" nahe Asbach.
  • Förderung von Ausbreitungsbewegungen bestehender Populationen durch die Anlage von Trittsteinen und Vernetzungshabitaten.
  • Wiederansiedlung/Ansiedlung von Gelbbauchunken am „Hummelsberg" nahe Hargarten

Zu den Maßnahmen zählt die Pflege und Erneuerung von Kleingewässern, Entfernung von Bewuchs und Gehölzen, Schaffung von Rohbodenflächen und die Neuanlage von Gewässern (Abb. 6). Die Maßnahmen werden in Kooperation mit der Kreisverwaltung Neuwied, der ANUAL (Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land), der NABU Kreisgruppe Neuwied, dem Forstamt Dierdorf, der BAG (Basalt-Actien-Gesellschaft) und der Schmitz AG durchgeführt.

Maßnahmen am
Abb. 6: Maßnahmen am „Asberg" am 04./05. März 2013 zur Anlage von Kleinstgewässern, Entbuschung und der Schaffung von Rohbodenflächen.

Ansprechpartner

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft e.V.

Dr. Matthias SchindlerLogo Biologische Station Bonn / Rhein-Erft e.V.

Auf dem Dransdorfer Berg 76

53121 Bonn

Tel.: 0228/2495-799

Mobil: 0176/78621112

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Link: Biostation Bonn

 

NABU Rheinland-Pfalz

NABU Rheinland-PfalzSybille Hennemann

Naturschutzzentrum Westerwald

Hauptstraße 8

56412 Holler

Tel.: 02602/970133

Mobil: 01577/4933889

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Link: NABU Rheinland-Pfalz

 


 

Das Projekt 'Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland' wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

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