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22.11.2013: NABU Niedersachsen - P R E S S E D I E N S T

Maßnahmen im NABU-Gelbbauchunken-Projekt laufen auf Hochtouren – Amphibienbiotope in Rinteln und Kleinenbremen geschaffen „Der NABU geht ans Eingemachte“

Kleinenbremen, Rinteln, Hannover - Im Rahmen seines Projektes ‚Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland’ stellte der NABU in Rinteln und Kleinenbremen Amphibienbiotope in Kooperation mit der Barbara Erzbergbau GmbH her. Dabei wurden bereits Ende Oktober mittels eines sogenannten „Tandemhubs“ durch zwei Kranfahrzeuge zwei alte Lkw-Waagen Deckel im Steinbruch Papenbrink gehoben, sodass die darunter liegenden Becken als Amphibienlebensräume hergerichtet werden können. Die Fortsetzung der Maßnahmen sowie die Herstellung von Kleinstgewässern erfolgten nunmehr abschließend mittels eines Kettenbaggereinsatzes in der letzten Woche (11. bis 14. November).

Foto: Christian Höppner
Foto Christian Höppner

„Kräne hatten wir vorher auch noch nicht im Einsatz“, erläutert Christian Höppner vom NABU Niedersachsen, „doch die Erfahrung aus anderen Steinbrüchen zeigt, dass wassergefüllte Betonbecken von einigen seltenen Amphibien zur Fortpflanzung genutzt werden. „Namentlich geht es vor allem um Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte und Kreuzkröte, aber auch Feuersalamander und Co. werden profitieren.“

„Wir sind froh, dass wir das bundesweite Gelbbauchunken-Projekt des NABU nun auch praktisch unterstützen können“, ist der Konsens von Olaf Lüppes und Florian Garbe, die als Geschäftsführer und Betriebsleiter der Barbara Erzbergbau GmbH, mit Sitz in Porta Westfalica, die Maßnahmen auf ihrem Betriebsgelände unterstützen. „Damit wird die im Sommer geschlossene Kooperationsvereinbarung gefestigt“, so Olaf Lüppes weiter.

Der Kraneinsatz war nach vier Stunden beendet. „Nach Jahrzehnten ohne Verwendung bekommen die Betonbecken nun wieder einen Sinn als Lebensraum für gefährdete Arten“, zeigt sich Bruno Scheel als zweiter Vorsitzender vom NABU Kreisverband Schaumburg begeistert. „Nun müssen sich die Becken noch langsam mit Regenwasser füllen und eine geeignete Ausstiegshilfe mittels Wasserbausteinen geschaffen werden“, erläutert Bruno Scheel das weitere Vorgehen.

Zusätzlich wurden – mit Unterstützung der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Minden-Lübbecke und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Schaumburg – auf Offenflächen im Steinbruch Papenbrink, im Steinbruch Wülpker Egge und hinter dem Besucherbergwerk Kleinenbremen Kleinstgewässer angelegt. Diese machen den Lebensraum attraktiv und fördern die Artenvielfalt, sodass sich dort im nächsten Jahr Amphibien erfolgreich fortpflanzen können.

Das Projekt ‚Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland’ ist ein Förderprojekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), das im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt (BPBV) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wird. Ferner unterstützen finanziell das Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) und die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) mit Mitteln des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) dieses Projekt.

Rückfragen: Christian Höppner,  Telefon: 05751-9243801, Telefon mobil: 0173-2087308
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.projekt-gelbbauchunke.de  und unter http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/gelbbauchunken/

 


 

Das Projekt 'Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland' wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

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